Freitag, 27. Januar 2017

Kleiner Passagier auf großer Reise 

Vielen Eltern graut es allein bei der Vorstellung 10 Stunden mit Kind und Kegel in einem Flieger zu sitzen um endlich das Urlaubsziel zu erreichen. Und dann sind da auch noch Jetlag, Zeitverschiebung, Druckausgleich und andere Fluggäste die möglichst nicht gestört werden wollen!!!

Doch ist es wirklich so schlimm???

Wir wollten es selbst herausfinden und sind mit unserem damals 14 Monate altem Sohn nach Singapur gestartet.
Dieser und weitere Flüge (dann bereits zu viert mit Baby und Kleinkind) nach Thailand, Malaysia oder auch in die Türkei oder auf Sylt, haben uns einiges gelehrt: umso länger der Flug, umso entspannter ist er.

Der Grund?

Die eigene Vorbereitung, der Service an Bord, die Freundlichkeit der Flugbegleiter und das Miteinander der Passagiere sind auf Langstreckenflügen einfach ganz besonders:
Schon vor der Reise muss man sich als Elternteil einige ausführliche Gedanken machen. Was bei kurzen Flugstrecken oft als „das geht schon irgendwie rum“ abgetan wird, könnte bei einer Flugzeit von 10 Stunden oder mehr, doch sehr belastend werden. 
Daher gilt: Planung ist das A&O!
Mit Wechselkleidung, Spielen, Kuscheldecke und kleiner Notfallreiseapotheke für die Zeit an Bord ist man bereits mit dem wichtigsten ausgestattet.
Gerade Nachtflüge eignen sich unserer Erfahrung nach besonders gut für Baby´s und Kleinkinder. Zum einen behalten die Süßen ihren Schlafrhythmus bei und bekommen von dem langen Flug kaum etwas mit, zum anderen sind sie bei Ankunft ausgeschlafen und ausgeruht…auch der Jetlag ist so kaum spürbar. Mit Schlafanzug, Kuschelkissen, Schmusedecke und Kuscheltier ausgerüstet wird jeder Flugzeugsitz zu einem kuscheligen Schlafplatz zwischen Mama und Papa…und wann darf man sonst schon mal beim Fernsehen schauen sanft einschlummern…
Auch die Fluggesellschaften haben geplant und sind auf junge Passagiere bestens vorbereitet. So reservieren sie zum Beispiel die ersten Sitzreihen für Familien mit Kind, Babys bekommen nach Möglichkeit ein Schlafbettchen zur Verfügung gestellt


Außerdem gibt es neben Kindermenüs auch Gläschenkost an Bord.
Singapur Airlines beispielsweise liefert mit dem Kindermenü auch gleich die passende Lösung für Speisen die später noch verzehrt werden sollen und schenkt den Kleinen eine Aufbewahrungsdose zu jedem Menü.



Die Minipassagiere erhalten besondere Aufmerksamkeit und bekommen bereits vor dem Abheben eine Kleinigkeit zum Zeitvertreib geschenkt. Kindersitz oder Buggy werden kostenlos ans Reiseziel transportiert und der MaxiCosi kann bei einigen Gesellschaften direkt auf den Sitz im Flugzeug geschnallt werden. So liegen die kleinen nicht nur sicher, sondern haben auch das Gefühl von Normalität. 
Start und Landung bzw. den damit verbundenen Druckausgleich meistern die Zwerge am besten mit Schnuller, Milchflasche oder auch Mama´s Brust. Größere Kids können auf die altbewehrten Hilfsmittel wie Kaugummi, BonBons oder Gummibären zurückgreifen.

Während einer langen Reise muss natürlich auch gewickelt werden und das ein oder andere Missgeschick wie verschütteter Apfelsaft beseitigt werden ;-) Auch wenn die Flugzeug-WC´s nicht das Wohlfühlambiente des heimischen Bades wiederspiegeln, bieten sie ausreichend Raum für Wickeltisch, WC, Waschbecken und Co. Auch Windeln, Feuchttücher, Tüten für gebrauchte Windeln oder sogar Einmalwaschhandschuhe und –zahnbürsten liegen bereit oder werden auf Nachfrage ausgeteilt.

Selbstverständlich ist auch das Entertainmentprogramm ein sehr wichtiger Aspekt: Hier bieten zahlreiche Airlines mittlerweile ein eigenes Inflight-System an, welches sogar Kanäle ausschließlich mit Filmen und Spielen für die kleinen Passagiere bereithält.
Des Weiteren ist es auch überhaupt kein Problem an Bord der Maschine einen kleinen „Spaziergang“ zu unternehmen. Viele Airlines fliegen mittlerweile täglich auch mit dem A380 nach Asien und hier gibt es ausreichend Platz sich die Beine zu vertreten.

Mit ein klein wenig Planung und Mut zur großen Reise wird jeder Langstreckenflug zu einem stressfreien Abenteuer 


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